08.09.2014 09:59
Kategorie: Erste Mannschaft
Von: Marc Richter

Gute Borussen bleiben gegen Oberaden unbelohnt

Handball-Verbandsligist Borussia Höchsten hat dem Favoriten SuS Oberaden beim Saisonauftakt am Samstag alles abverlangt. Am Ende aber standen die Dortmunder beim 28:32 (15:15) mit leeren Händen da. Unzufrieden war Trainer Tobias Genau mit der Leistung seines Teams jedenfalls nicht.


"Da war sicherlich etwas mehr für uns drin. Ausschlaggebend waren in den entscheidenden Phasen der zweiten Halbzeit einige Kleinigkeiten", analysierte Genau. Taktisch hatte Genau in die Trickkiste gegriffen und an ungewohnter Heimstätte in Aplerbeck ein altes grünweißes Markenzeichen herausgekramt.

Offensive Deckungsvariante

Die Hausherren überraschten Oberaden mit ihrer extrem offensiven Deckungsvariante. Der Gast zeigte sich davon merklich beeindruckt, wirkte zu Beginn regelrecht irritiert, vergab unkonzen-triert zwei Siebenmeter und fand trotz aller Routine kaum taugliche Mittel.

Die Borussen hingegen drehten mit viel Tempo vor lautstarker Kulisse mächtig auf, ließen Oberaden kaum Atempausen und führten nach 10 Minuten 7:2. Mit Fortdauer stellte sich der favorisiert angereiste Nachbar dann aber langsam auf die Gegebenheiten ein, glich bei 9:9 (21.) erstmals aus. Höchsten knickte nun keinesfalls ein, hielt die Partie, auch dank einiger guter Reflexe von Torwart Robert Löffler, bis zum Pausenpfiff offen.

"Keinen Einbruch erlebt"

Auch nach dem Wechsel war von einem gravierenden Leistungsunterschied nichts zu spüren. Dennoch wusste Oberaden zwischenzeitlich etwas zu enteilen. Genau variierte nun in der Abwehr mit einer defensiven 6:0-Variante. Der SuS musste zwei Rote Karten quittieren.

Höchsten blieb zumindest auf Tuchfühlung. "Wir haben keinen Einbruch erlebt. Einige überhastete Abschlüsse und Unterzahlsituationen waren letztendlich maßgebend?, trauerte der Borussen-Coach nach sechzig abwechslungsreichen Minuten einem Erfolgserlebnis etwas hinterher.


Höchsten:
Löffler, Theunissen; Leimbrink (6), Strauß (2), Fischer (10/6), Brenscheidt (2), Panhorst, Grotemeyer (1), Kremer (3), Jörres (1), Pfänder (3), Rademacher, Sürig

 

Quelle: ruhrnachrichten.de