27.09.2011 10:14
Kategorie: Erste Mannschaft
Von: Marc Richter

Höchsten offensiv zum Derbysieg

Der Favorit erstickte alle Hoffnungen des Aufsteigers frühzeitig im Keim, ließ in der gefürchteten ?Hölle West? nichts anbrennen und durfte verdient den ersten Saisonsieg feiern. Höchsten gewann gegen Dorstfeld mit 28:37 (16:19).


Höchstens Coach Carsten Hergert setzte dabei von Beginn an auf eine extrem offensive Abwehrausrichtung. Auf die bisweilen offene Manndeckung fanden die Gastgeber, obwohl nach Aussage ihres Trainers Martin Volkert nicht unvorbereitet, fast durchgängig keine vernünftigen Lösungsmöglichkeiten.

 

Hilflos

Zu Beginn wirkte der ATV in seinen Angriffsbemühungen geradezu hilflos, während die Borussen trotz einer schnellen 5:1-Führung nach ihren zügigen Balleroberungen noch serienweise gute Möglichkeiten liegen ließen.

Die Fronten waren frühzeitig abgesteckt, wenngleich Dorstfeld auch erst einmal nicht völlig den Kontakt abreißen ließ, sich immer wieder aufrappelte und vornehmlich durch die spielfreudigen Moritz Fuß und Christoph Walter halbwegs den Anschluss hielt. Doch selbst in den kurzen Phasen, die Züge von ?Jägerball? trugen, behielt der Gast stets die Kontrolle. Da wusste Spielmacher Marc Bradtke die eigenen Reihen immer wieder rechtzeitig zu ordnen.

 

Morgenluft

In vergleichbaren Bahnen gestaltete sich das Geschehen auch anfangs der zweiten Hälfte. Die Hausherren durften sogar kurzzeitig Morgenluft wittern, als Fuß zum 20:22 traf. Nun allerdings wurde mehr und mehr deutlich, wie es um den Krafthaushalt der Kontrahenten bestellt war.

Der ATV-Akku tendierte gegen leer, Höchstens Batterie längst noch nicht. Im Einklang mit ihren spielerischen und individuellen Vorteilen führte der Gast aus dem Süden nun unaufhaltsam die Entscheidung herbei. Als Kreisläufer Niklas Grotemeyer nach 45 Minuten zum 30:23 ?einnetzte?, war jeglicher Widerstand der Hausherren gebrochen.

 

Akaltun mit Debüt

Die Dorstfelder ergaben sich merklich frustriert in ihr Schicksal. Auf der anderen Seite nutzte Hergert nun die Gelegenheit, die Einsatzzeiten zu verteilen. So kam Nachwuchsmann Roman Akaltun im linken Rückraum zu seinen ersten Verbandsligaminuten. Ungeachtet dessen wuchs der Vorsprung weiter an. Grünweiß war für Schwarzgelb einfach eine Nummer zu groß.

 

Martin Volkert (ATV):
Wir wussten im Angriff nichts von dem umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Die Konsequenz im Abschluss ließ Wünsche offen. In der Defensive haben wir zu viele einfache Tore kassiert. Marc Bradtke konnte machen, was er wollte.

 

Sein Gegenüber Carsten Hergert: (Höchsten):
Ich freue mich über den Sieg, der am Ende sicher etwas zu hoch ausgefallen ist. Ausschlaggebend war unter anderem unsere stärkere konditionelle Verfassung. Einen Schönheitspreis haben wir allerdings nicht gewonnen. 


ATV: F. Scholz, Schneider (ab 40.); Ahn (1), T. Scholz (2), Rodenberg (1), Grüne, Fuß (4), Utech, Walter (2), Bethke (7/1), Herrmann (10/4), Albowitz (1), Lutz, Münz


Höchsten: Theunissen; Drees (1), von Bassewitz (3), Krüger (3), Grotemeyer (4), Brenscheidt (1), Rademacher (4), M. Bradtke (9/5), D. Bradtke (3), Austermann (8/3), Akaltun, Wittland (1)

 

Quelle: Ruhr Nachrichten