19.03.2012 11:16
Kategorie: Erste Mannschaft
Von: Marc Richter

Gevelsberg lässt die Halle kochen

Mit einer hervorragenden Leistung schoss Handball-Verbandsligist HSG Gevelsberg-Silschede den TuS Borussia Höchsten mit 40:34 (17:16) aus der Halle West.


Vor etwa 500 Zuschauern gewann die HSG zudem den direkten Vergleich nach der Hinspielniederlage mit zwei Toren Differenz und zog in der Tabellen am Gegner vorbei auf den dritten Tabellenplatz.

 

Den Sieg erspielten sich die Gevelsberger in beeindruckender Art und Weise. Mit der ungewohnten offensiven 1:5-Deckung der Gäste hatten sie nur in der Anfangsphase ein paar Probleme. Hier war es vor allem Christian Pottkämper (10 Tore), der sein Team im Spiel hielt. Größere Sorgen bereitete auch TuS-Keeper Michael Trippe, der mit zahlreichen entschärften Großchancen seinem Team eine 9:5-Führung ermöglichte. Doch insgesamt präsentierten sich die Gastgeber als die bessere Mannschaft und hatten auch Gästespielmacher Marc Bradtke gut im Griff.

 

Nach einer viertel Stunde fanden sie ihre Treffsicherheit im Angriff, hebelten durch starke Eins-gegen-Eins-Situation die Abwehr des TuS immer wieder aus und lagen so bereits zur Pause vorne. Nach dem Seitenwechsel dominierten sie weiter das Geschehen. Mitentscheidend war eine Unterzahlsituation nach einer Zeitstrafe gegen Dominic Luciano. Aus einem 24:22 (39.) machte die HSG trotz einem Mann weniger ein 27:22 und brachte die Halle damit zum kochen. Hervorragend aufgelegt zeigten sich dabei vor allem Kai Westphal (10 Tore) im Angriff und Kevin Kliche, der in der Deckung enorm viel arbeitete und Höchsten nicht zur Entfaltung kommen ließ.

 

Bis zum Schluss nahmen die Gastgeber den Fuß nicht vom Gas und so war es Kliche vergönnt kurz vor dem Ende den vierzigsten Treffer zu erzielen. Ohne die starken Paraden von Trippe in der Anfangsphase hätte es eine deutliche Klatsche für die Borussia werden können.

 

"Ich bin hochzufrieden, die Mannschaft hat richtig Dampf gemacht und ist auch ohne Ball viel gelaufen, das war der Schlüssel zum Erfolg.", so HSG-Trainer Hans-Peter Müller zum wichtigen Sieg. "Das war unser erstes Endspiel, wir wollten mit aller Macht den direkten Vergleich gewinnen."

 

Quelle: derwesten.de